Google Flights hebt ab - Gegenwind für Flugvergleichsportale

Google Flights hebt ab

© Eisenmenger - pixabay.de

Google Flights lehrt den Flugvergleichsportalen das Fürchten

Bisher war die Suchmaschine Google für viele Portale mit Flugvergleichsrechner der mit Abstand wichtigste Traffic-Lieferant. Das kann sich aber jetzt ändern. Neben den bekannten Vergleichsportalen beim Flugvergleich bietet Google Flights jetzt auf den Ergebnisseiten von Google einen Flugvergleich an.

Google platziert seit kurzem einen Werbebanner der hauseigenen Flugvergleichssuche Google Flights bei der Ergebnisanzeige zu vielen Keywords rund um die Flugsuche. Der Banner ist direkt über dem besten Suchergebnis platziert – und ist im Gegensatz zu den anderen Werbeeinblendungen nicht mit einem gelb unterlegten Banner „Anzeige“ unterlegt. Zwar hat auch Google Flights die Flugsuche als Anzeige kenntlich gemacht – diese hebt sich aber von den anderen Werbeeinblendungen in Form, Größe und Aufmachung deutlich von den sonst üblichen Werbeblöcken ab.

Google Flights ist für Google mehr als ein Flugvergleich

Google hat in den vergangenen Jahren das eigene Angebot in vielen Bereichen mit Hilfe der Suchmaschine enorm ausgebaut. Mit der Flugsuche hat Google einen weiteren Baustein für die Beherrschung eines Marktes gelegt. Es ist absehbar, dass Google Flights – dank der prominenten Platzierung auf den Ergebnisseiten von Google – eine gewichtige Rolle am Markt für die Vermittlung von Flugtickets spielen wird. Am Flugticketmarkt werden sich die Portale dann letztendlich noch halten können, die einen effektiven Mehrwert für den Kunden durch die Bereitstellung von vielfältigen Informationen und Serviceleistungen rund um den Flug schaffen.

Ob der Konzern Google tatsächlich an der Vermittlung von Flügen verdienen wird ist noch lange nicht sicher. Die Margen besonders bei den Discountern unter den Fluggesellschaften sind sehr gering – und Google verliert mit dem Pushen des hauseigenen Vergleichsportals für Flüge Werbeeinnahmen, da die Klicks auf die eigenen Suche, die Klickanzahl bei den anderen (zahlenden) Werbekunden kleiner wird. Langfristig macht sich die Strategie für den Gesamtkonzern aber sicher bezahlt. Google wird zukünftig dank der über Flugvergleich zusätzlich gesammelten Kundendaten deutlich effektiver Werbung schalten können und dadurch bessere Klickraten und auch höhere Klickpreise erzielen.

Das leistet der Flugvergleich von Google Flights

Google Flights verkauft keine eigenen Tickets, sondern bietet einen Überblick über die Preise bei den Airlines und Flugvermittlern, die eine Provision an Google Flights bezahlen, wenn der Kunde ein Ticket kauft. Der Werbebanner ist so aufgebaut, dass der Flugsuchende Abflughafen und Zielflughafen eingeben kann. Nach Eingabe wird der Kunde dann auf die Seite von Google Flights weitergeleitet, wo weitere Flugdaten wie zum Beispiel das Datum eingegeben werden können. Das Google-Portal vermittelt den Kunden dann über die Ergebnisse entweder direkt an die Airlines oder an ein Flugvergleichsportal, wo der Kunde dann das Ticket kaufen kann.

Die Ergebnisse von Google-Flights sind durchaus vergleichbar mit den Ergebnissen der vieler Flugvergleichsportale. Allerdings hat auch Google – wie fast alle Flugvergleichsportale – Schwierigkeiten bei der Suche nach günstigen Flügen, wenn das Flugziel nicht direkt angeflogen wird. Der Vergleichsrechner müsste zur Ermittlung des günstigsten Preises mehrere Flugrouten berücksichtigen, das geschieht aber offensichtlich nicht.

Es bleibt abzuwarten, ob Google sich tatsächlich beim Flugvergleich durchsetzen wird – denn nicht alle Unternehmungen von Google in der Vergangenheit sind auf Akzeptanz beim Verbraucher gestoßen.

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