Stromanbieterwechsel über Callcenter - unfreiwillig wechseln?

Stromanbieterwechsel über Callcenter

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Vermehrt versuchen Stromanbieter Kunden über Callcenter zum Wechsel des Stromanbieters zu bewegen. Was Sie tun und was Sie lassen sollten erfahren Sie hier.

Stromanbieterwechsel über Callcenter

Immer häufiger versuchen Stromanbieter Kunden direkt anzusprechen und zum Stromanbieterwechsel zu bewegen. Über Vergleichsportale, die mit den ausgeklügelten Tarifrechnern einen immer größeren Anteil am Strommarkt bewegen, haben vor allem Stromanbieter mit höheren Tarifen Probleme, Kunden zu gewinnen. Dem zunehmenden Preiskampf auf dem Strommarkt begegnen einige Stromanbieter mit der Beauftragung von Callcentern, die Kunden zum Stromanbieterwechsel bewegen sollen. Da der Strommarkt derzeit sowie in Bewegung ist und viele Kunden aufgrund von angekündigten Preisänderungen ein Sonderkündigungsrecht haben, sehen sich viele Verbraucher mit zunehmenden Anfragen dieser Callcentern zum Stromanbieterwechsel konfrontiert.

Callcenter versprechen Einsparungen beim Stromkosten

Gerade bei Callcenter- Anfragen sollten Sie als Verbraucher aber sehr vorsichtig sein, denn auf die mündlichen Versprechungen von Einsparungen bis zu 500 Euro können Sie sich nicht verlassen. Eine neutrale und objektive Beratung über die günstigsten Stromanbieter werden Sie von dem freundlichen Callcenter-Mitarbeitern kaum erhalten, da die Callcenter primär daran interessiert sind, dass Sie Ihren Stromanbieter wechseln, da diese dann eine Provision erhalten. Eine objektive Prüfung, so wie bei einem Stromvergleich, ist über ein Callcenter nicht möglich.

Das große Problem für Sie als Verbraucher ist, dass die Callcenter versuchen, mit speziellen Fragetechniken die Stromdaten von Ihnen zu erfragen. Sie als Kunde ahnen nicht, dass Sie damit drauf und dran sind einen Stromanbieterwechsel zu vollziehen – und das rechtlich legitim (die Fragetechnik ist entsprechend aufgebaut). Der (unwillkommene) neue Versorger meldet Ihren Stromanschluss dann bei Ihrem bisherigen Versorger ab, der Sie über die Freigabe zum Wechsel schriftlich informiert. Wenn Sie dann Ihr gesetzliches Widerrufsrecht von zwei Wochen (worauf sie in dem Schreiben extra hingewiesen werden) verstreichen lassen, dann ist der Wechsel vollzogen und Sie wechseln ohne eigenes Zutun zu einem anderen Versorger. Ob Sie dann tatsächlich Geld für den Strombezug einsparen, das muss sich dann noch zeigen.

Verbraucherzenteralen und Bundesnetzagentur warnen vor Callcenter-Anrufen zum Stromwechsel

Verbraucherzentralen und auch die Bundesnetzagentur warnen ausdrücklich von diesem Geschäftsgebaren und weisen darauf hin, dass diese Art der Telefonwerbung nicht erlaubt ist, da der Verbraucher vor dem Anruf damit einverstanden sein muss, dass er angerufen wird. Zudem raten die Verbraucherschützer dazu keine Daten zum Stromverbrauch, den aktuellen Stromanbieter, Zählernummer, Vertragsnummer usw. preiszugeben. Bisher gibt es noch keine Informationen, ob Kunden, die Ökostrom beziehen, auch vermehrt von Callcentern zum Tarifanbieterwechsel angesprochen werden ist.

Die Experten raten, dass Sie als Verbraucher selber aktiv werden sollten, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Stromrechnung zu hoch ist. Die Angebote der regionalen Stromversorger sind heute in den meisten Fällen nicht mehr marktgerecht – und viel zu teuer. Testen Sie mit einem Stromtarifrechner, die Angebote am bundesweiten Markt und prüfen Sie die Ergebnisse in Ruhe. Durch die regional großen Unterschiede sind für Sie zum Teil erhebliche Einsparungen möglich.

Ausführliche Informationen zu vielen Vergleichsportalen aus dem Bereich Energie finden Sie unter:

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